Online mit Kultur - Tibet


Online mit Kultur - unsere Infoseite rund um das Thema Hippiekultur, betrachtet aus verschiedenen Blickwinkeln. Dieser Kulturbereich auf unserer Seite befindet sich noch im Aufbau und wird ab jetzt kontinuierlich erweitert. 




Bis zum heutigen Tag erkennt die chinesische Regierung den Unabhängigkeitsanspruch Tibets nicht an. Sie legitimiert die eigene Annexionspolitik mit dem Argument, dass Tibet in früheren Zeiten zu China gehört habe. Dagegen verlangt die tibetische Exilregierung im indischen Dharamsala, die Souveränität Tibets endlich anzuerkennen. Ihr geistlicher und weltlicher Führer, der Dalai Lama, versucht, sich dafür in der ganzen Welt Gehör zu verschaffen. Bisher sind die chinesischen Machthaber jedoch trotz aller Bemühungen des tibetischen Oberhauptes stur geblieben. Das religiöse Leben in Tibet wird auch heute streng überwacht, die Anzahl der buddhistischen Klöster, Mönche und Nonnen auf ein Mindestmaß begrenzt.

Seit Mitte der 1990er Jahre verschärft China den Ton gegenüber dem Dalai Lama. Besitz und Verbreitung von Bildern des Dalai Lama sind in Tibet verboten. Menschenrechtsverletzungen an Tibetern und Übergriffe gegen buddhistische Mönche und Nonnen sind auch weiterhin an der Tagesordnung. Wie der Dalai Lama befürchten auch viele Tibeter langfristig den Untergang der tibetischen Kultur und den Verlust der tibetischen Identität.



Für diejenigen, die sie nicht kennen, sei hier erzählt, dass die Gebetsfahnen im tibetischen Kulturraum allgegenwärtig sind. Sie bestehen aus einem dünnen Baumwollgewebe und haben stets die fünf gleichen Farben, nämlich von links nach rechts Blau, Weiß, Rot, Grün und Gelb. Jede Farbe steht hierbei in der Reihenfolge für die Elemente Himmel, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Die Flaggen sind mit buddhistischen Motiven wie z. B. dem Windpferd sowie Mantras und anderen Texten bedruckt. Der Wind trägt die Fäden der Gebetsfahnen, die sich unter dem Einfluss der Witterung auflösen, hinweg und gibt die Segenswünsche an die Elemente weiter.